Schwache Erektion? 6 Tipps für eine bessere Standfestigkeit

Du bist erregt, deine Partnerin bringt dich in Stimmung, und alles scheint perfekt – doch dein Penis macht nicht so mit, wie du es dir wünschst. Er wird zwar hart, aber nicht hart genug. Als hätte jemand plötzlich den Stecker gezogen. Was steckt dahinter, und vor allem: Was kannst du dagegen tun? In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die möglichen Ursachen für eine schwache Erektion und geben dir sechs Tipps, mit denen du dir deine Standfestigkeit zurückholst!

Veröffentlicht am: 27. Februar 2025
Schwache Erektion, was tun?
Schwache Erektion, was tun?

Was ist eine schwache Erektion?

Ein wichtiger Punkt vorweg: Es gibt einen Unterschied zwischen einer schwachen Erektion und einer erektilen Dysfunktion.

Eine schwache Erektion bedeutet, dass der Penis zwar steif wird, aber nicht hart genug, um den Geschlechtsverkehr problemlos zu ermöglichen. Das kann gelegentlich vorkommen – zum Beispiel nach einem stressigen Tag oder dem Konsum von Alkohol – in der Regel ist das kein Grund zur Sorge.

Bei einer erektilen Dysfunktion sieht das anders aus. Dabei handelt es sich um ein chronisches Problem, bei dem es regelmäßig schwer fällt, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Solltest du häufig oder über einen längeren Zeitraum hinweg unter Erektionsproblemen leiden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen abklären zu lassen.

Warum wird er nicht richtig hart?

Die Ursachen für eine schwache Erektion können vielfältig und komplex sein. Sie lassen sich grob in körperliche, psychische und praktische Faktoren unterteilen. Diese treten oft zeitgleich auf und beeinflussen sich gegenseitig.

Körperliche Ursachen

  • Gesundheitliche Verfassung: Krankheiten wie Diabetes, Prädiabetes oder Bluthochdruck beeinträchtigen die Durchblutung – auch in den Genitalien. Eine schlechte allgemeine Gesundheit kann die Erektionsfähigkeit schwächen.

  • Alter: Mit zunehmendem Alter sinkt der Testosteronspiegel, was die Libido (Lust) und die Standfestigkeit negativ beeinflussen kann.

Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Blogbeitrag “Welche geheime Ursache steckt hinter Libidoverlust bei Männern.

Psychische Ursachen

  • Stress und Lebensumstände: Beruflicher Druck, private Sorgen oder Konflikte in der Beziehung können die sexuelle Performance erheblich einschränken.

  • Gefühl des Kontrollverlusts: Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben aus dem Ruder läuft, kann sich diese Unsicherheit auf deine Erektionen auswirken.

Praktische Ursachen

  • Unverträglichkeit von Kondomen: Manche Männer berichten, dass Kondome das Gefühl beim Sex verringern und ihre Erektion beeinträchtigen.

  • Pornokonsum: Übermäßiger Pornokonsum kann dazu führen, dass der Penis auf extreme visuelle Reize konditioniert wird, was dazu führen kann, dass reale sexuelle Begegnungen weniger stimulierend wirken und die Erektion schwächer ausfällt.

6 Tipps – Das kannst du bei schwacher Erektion tun

Mit den folgenden Maßnahmen kannst du deine Erektion verbessern und dir deine Standfestigkeit zurückerobern.

1. Beckenbodentraining: Stärke die Basis deiner Erektion

Der Beckenboden spielt eine zentrale Rolle für die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, da er die Durchblutung des Penis unterstützt. Diese Muskeln lassen sich durch regelmäßiges Anspannen und Entspannen gezielt stärken. Das gelingt zum Beispiel durch Fitness, Yoga oder speziellen Beckenbodenübungen. Achte darauf, die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden. Ein übermäßig angespannter Beckenboden kann kontraproduktiv wirken. Ziel ist es, das Becken beweglicher und flexibler zu machen, damit der Blutfluss optimal gefördert wird.

2. Mach eine Porno-Pause: Rückbesinnung auf echte Reize

Pornos können deine Erektionsfähigkeit negativ beeinflussen. Warum? Dein Gehirn gewöhnt sich an immer extremere visuelle Reize. Das führt auf Dauer dazu, dass reale sexuelle Erlebnisse weniger erregend wirken. Wenn du regelmäßig sehr intensive Pornos schaust, fällt es dir möglicherweise schwerer, dich mit deiner Partnerin auf natürliche Weise zu erregen.

Lese mehr dazu in unserem Blogbeitrag “Was machen Pornos mit dem Penis?

3. Mehr Bewegung: Fördere deine Durchblutung

Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung, senkt den Blutdruck und steigert den Testosteronspiegel. Laut einer Harvard-Studie können schon 30 Minuten Gehen pro Tag die Wahrscheinlichkeit von Erektionsproblemen um ganze 41 % senken!

Auch Krafttraining ist besonders effektiv. Das Heben von Gewichten fördert die Durchblutung, baut Muskeln auf und erhöht den Testosteronspiegel. Je fitter du bist, desto besser funktioniert auch dein Sexualleben.

4. Verzichte auf Alkohol und Zigaretten: Deine Gesundheit zählt

Wenn du regelmäßig rauchst oder trinkst, solltest du deinen Konsum reduzieren oder versuchen, ganz darauf zu verzichten – für deine Gesundheit und deine Potenz. Zigaretten verengen die Blutgefäße und beeinträchtigen die Durchblutung – auch im Penis. Ein Rauchstopp ist daher essentiell für eine bessere Erektion. Auch Alkohol wirkt sich negativ auf deine Potenz aus. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es keine risikofreie Menge. Selbst geringe Mengen können langfristig die Gesundheit und damit auch die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen.

Schwache Erektion
Die Kombination von Trinken und Rauchen gefährdet die Potenz besonders.

5. Sorge für ausreichend Schlaf: Regeneration für den Körper

Guter Schlaf ist nicht nur entscheidend für deine Gesundheit, sondern auch für deine Erektionen.

Während der Nachtruhe regeneriert sich dein Körper, und der Sauerstoffgehalt im Blut bleibt stabil. Schlechter Schlaf oder Störungen wie Schlafapnoe können den Stickoxidspiegel hingegen senken, was die Durchblutung – auch im Penis – beeinträchtigt. Falls du unter Schlafstörungen leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen. Schon wenige Nächte mit erholsamem Schlaf können einen Unterschied machen.

6. Masturbiere bewusst: Weniger Druck, mehr Gefühl

Häufiges, mechanisches Solo-Training bis zur Ejakulation kann sich negativ auf deine Performance im Bett auswirken. Der Körper gewöhnt sich an das schnelle, antrainierte Erregungsmuster. Sex mit der Partnerin wird folglich nicht mehr so intensiv erlebt.

Willst du wissen, wie du richtig masturbierst? Dann schau in unseren Blogbeitrag “Masturbationstraining: So steigerst du deine Standfestigkeit!

Reduziere die Häufigkeit, die du masturbierst und intensiviere stattdessen die Erfahrung. Achte auf eine langsamere, ganzheitliche Erregung, ohne direkt auf die Ejakulation hinzuarbeiten. Spare sexuelle Energie für den Sex mit deiner Partnerin auf – du wirst überrascht sein, wie sich das auf deine Lust und Erektion auswirkt.

Fazit: Schwache Erektionen sind meist kein Grund zur Sorge

Eine schwache Erektion ist meist kein Grund zur Sorge. Mit einfachen Maßnahmen wie Beckenbodentraining, bewussterem Umgang mit Pornografie, der Veränderung deines Masturbationsverhaltens, mehr Bewegung und allgemein einem gesünderen Lebensstil kannst du deine Erektionsfähigkeit nachhaltig verbessern. Sollten die Probleme jedoch anhalten, ist ein Arztbesuch sinnvoll, um mögliche körperliche Ursachen abzuklären.

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Beatrix Roidinger

Beatrix Roidinger

Beatrix Roidinger ist klinische Sexologin, Sexualberaterin und psychologische Beraterin. Sie ist Gründerin von Best Lover, einem Zusammenschluss aus Sexualberater:innen, Sexolog:innen und Urologen. In der Best Lover Academy - dem größten deutschsprachigen Online Coaching Programm - hat sie bereits tausenden Männern bei der Behebung ihrer sexuellen Probleme geholfen.

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