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Pressemitteilung vom 3. November 2026

Best Lover RESET

Das KI-unterstützte Intensiv­programm für Männer, die ihren Pornokonsum hinter sich lassen wollen. Anders als klassische Abstinenz-Apps verbindet RESET den Ausstieg mit einem strukturierten sexualtherapeutischen Training. Start am 19. November 2026, dem Internationalen Männertag.

Logo Best Lover RESET

Auf einen Blick

Start
19. November 2026
Dauer
3 Monate
Format
Videolektionen, Übungen und KI-Coach
Zugang
Telegram am Smartphone, ohne eigene App, anonym
Erreichbarkeit
rund um die Uhr

Pressetexte

Pressetext kurz3. November 2026

Pornokonsum hinter vielen Sexproblemen: Sexologin entwickelt KI-Programm für den Ausstieg und eine erfülltere Sexualität

Am 19. November 2026, dem Internationalen Männertag, erscheint „Best Lover RESET“: ein dreimonatiges KI-Intensiv­programm für Männer, die Pornokonsum hinter sich lassen wollen.

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3. November 2026. Best Lover, Institut für männliche Sexualität, bringt am 19. November 2026 „Best Lover RESET“ auf den Markt. Es ist ein KI-unterstütztes Intensiv­programm für Männer, die erkennen, dass ihr Pornokonsum einer befriedigenden Sexualität und Beziehung im Weg steht.

Anders als klassische Abstinenz-Apps verbindet RESET den Ausstieg aus problematischem Pornokonsum mit einem strukturierten sexualtherapeutischen Training. Ein eigens entwickelter KI-Coach begleitet die Männer dabei täglich und unterstützt sie genau dann, wenn der Drang zum Pornokonsum besonders groß wird.

RESET: Der Name ist Programm. RESET setzt das Erregungssystem zurück, damit Männer Lust neu lernen. Männer kommen zu Best Lover wegen Erektions­problemen, vorzeitigem Samen­erguss, Orgasmus­hemmung oder weil die Lust verschwunden ist. Die erste Empfehlung lautet fast immer: Pornos weglassen und sich wieder an reale Erregungsquellen gewöhnen. Nach Roidingers Erfahrung mit über 5.000 Klienten spielt der Konsum bei rund 95 Prozent eine Rolle für ihr Problem.

„Viele Männer haben ihr Erregungssystem über Jahre am Bildschirm trainiert. Das verändert, wie sicher sie sich im Bett fühlen, wie viel Nähe sie zulassen und wie verbunden sie mit dem eigenen Körper sind. Lassen sie die Pornos weg, lernen sie Erregung neu. Oft lösen sich dann auch die Probleme, wegen denen sie gekommen sind“, sagt Roidinger, die seit über 15 Jahren mit Männern arbeitet. RESET verbindet Übungen, Videos und tägliche Unterstützung durch einen auf dieses Thema speziell trainierten KI-Coach. Teilnehmen kann man anonym über den Messenger Telegram.

Warteliste: Interessierte können sich ab sofort unter www.best-lover.de/reset eintragen.

Nach CONTROL das zweite KI-Programm von Best Lover

Im Mai 2026 startete das KI-Programm „Best Lover CONTROL“, um vorzeitigen Samen­erguss aufzulösen. Wie CONTROL läuft RESET über Telegram, ohne App, anonym und rund um die Uhr erreichbar.

Über Beatrix Roidinger

Klinische Sexologin, Sexualtherapeutin, Autorin und Mitgründerin von Best Lover, Institut für männliche Sexualität.

Über Best Lover, Institut für männliche Sexualität

Best Lover wurde 2019 in Wien gegründet. Ein interdisziplinäres Team ist spezialisiert auf vorzeitigen Samen­erguss, Erektions­probleme, Orgasmus­hemmung, problematischen Pornokonsum und sexuelle Selbstsicherheit. www.best-lover.de, www.youtube.com/@BestLoverkanal

Pressetext lang3. November 2026

Pornokonsum hinter vielen Sexproblemen: Sexologin entwickelt KI-Programm für den Ausstieg und eine erfülltere Sexualität

Am 19. November 2026, dem Internationalen Männertag, erscheint „Best Lover RESET“: ein dreimonatiges KI-Intensiv­programm für Männer, die Pornokonsum hinter sich lassen wollen.

Ganzen Pressetext lesen

3. November 2026. Best Lover, Institut für männliche Sexualität, bringt am 19. November 2026 „Best Lover RESET“ auf den Markt. Es ist ein KI-unterstütztes Intensiv­programm für Männer, die erkennen, dass ihr Pornokonsum einer befriedigenden Sexualität und Beziehung im Weg steht.

Anders als klassische Abstinenz-Apps verbindet RESET den Ausstieg aus problematischem Pornokonsum mit einem strukturierten sexualtherapeutischen Training. Ein eigens entwickelter KI-Coach begleitet die Männer dabei täglich und unterstützt sie genau dann, wenn der Drang zum Pornokonsum besonders groß wird.

Best Lover RESET verbindet Übungen, Videos und die tägliche Unterstützung durch einen auf dieses Thema speziell trainierten KI-Coach. Teilnehmen kann man anonym über den Messenger Telegram. Das interdisziplinäre Team rund um Sexologin und Institutsmitgründerin Beatrix Roidinger hat dafür über Monate eine KI trainiert, in der das gesamte Wissen des Instituts aus klinischer Sexologie, Psychologie, Paarberatung, Neurowissenschaft und Urologie steckt.

Der Name ist Programm: RESET setzt das Erregungssystem zurück, damit Männer Lust neu lernen. Männer kommen zu Best Lover wegen Erektions­problemen, vorzeitigem Samen­erguss, Orgasmus­hemmung oder weil die Lust verschwunden ist. Die erste Empfehlung lautet fast immer: Pornos weglassen und sich wieder an reale Erregungsquellen gewöhnen. Nach Roidingers Erfahrung mit über 5.000 Klienten spielt der Konsum bei rund 95 Prozent eine Rolle für ihr Problem.

„Wir reden hier über kein Randphänomen“, sagt Roidinger, die seit über 15 Jahren mit Männern arbeitet. „Viele Männer haben ihr Erregungssystem über Jahre am Bildschirm trainiert. Das verändert, wie sicher sie sich im Bett fühlen, wie viel Nähe sie zulassen und wie verbunden sie mit dem eigenen Körper sind. Lassen sie die Pornos weg, lernen sie Erregung neu. Oft lösen sich dann auch die Probleme, wegen denen sie gekommen sind.“

Pornokonsum beeinflusst Beziehung und Paarsexualität

Pornografie ist für die meisten Männer seit der Jugend das wichtigste und oft einzige Drehbuch für Sexualität. Die Erregung gewöhnt sich an Körper, die es im echten Leben kaum gibt, an ständig wechselnde Darsteller:innen, an immer extremere Praktiken und an einen Reiz, der per Klick verfügbar ist. Die Folgen zeigen sich in der intimen Begegnung: Die Erektion funktioniert vor dem Bildschirm, zeigt sich beim Sex aber instabil, die Lust auf realen Sex schwindet, der Leistungsdruck wächst. „Ich kann nur noch mit ihr schlafen, wenn ich die Augen schließe und mir Szenen aus dem Porno vorstelle“, so drückte es ein Klient von Best Lover aus.

Der KI-Coach von RESET hilft, aus dem zwanghaften Verhalten auszusteigen

Der KI-Coach begleitet durch das Programm, fragt nach, hilft beim Reflektieren und schickt passende Übungen. „Die Männer, die zu uns kommen, haben meist schon mehrmals erfolglos versucht, aufzuhören. Wir haben ein Programm entwickelt, das zuverlässig hilft, ein neues Verhalten zu etablieren. Am Ende wartet nichts Geringeres als eine schönere und befriedigendere Sexualität“, sagt Roidinger.

Warteliste

Interessierte können sich ab sofort unter www.best-lover.de/reset auf die Warteliste setzen.

Nach CONTROL das zweite KI-Programm von Best Lover

Im Mai 2026 startete das KI-Programm „Best Lover CONTROL“, um vorzeitigen Samen­erguss aufzulösen. Inzwischen sind mehr als 500 Klienten erfolgreich durch das Programm gegangen. Wie CONTROL läuft RESET über Telegram am Smartphone: ohne eigene App, anonym nutzbar und rund um die Uhr erreichbar.

Über Beatrix Roidinger

Klinische Sexologin, Sexualtherapeutin und Mitgründerin von Best Lover, Institut für männliche Sexualität. Autorin von „Best Lover: So spürst du mehr, steuerst besser deine Lust und fühlst dich freier beim Sex“ (Goldegg, 2023) und Co-Autorin von „Sexpositiv: Intimität und Beziehung neu verhandelt“ (Goldegg, 2021).

Über Best Lover, Institut für männliche Sexualität

Best Lover wurde 2019 in Wien gegründet. Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Sexologie, Sexualberatung, Psychologie, Beckenbodentraining, Achtsamkeitstraining, Neurophysiologie sowie Urologie ist spezialisiert auf vorzeitigen Samen­erguss, Erektions­probleme, Orgasmus­hemmung, problematischen Pornokonsum und sexuelle Selbstsicherheit. www.best-lover.de, www.youtube.com/@BestLoverkanal

Fragen / Antworten zu RESET3. November 2026

Zitate aus diesem Gespräch dürfen mit Quellenangabe „Beatrix Roidinger, Best Lover“ verwendet werden.

Ein fiktives Interview mit Beatrix Roidinger über Best Lover RESET. Als Hintergrundinformation und Anregung für journalistische Interviews.

Seit über 15 Jahren arbeitet Beatrix Roidinger mit Männern und ihrer Sexualität. Am 19. November 2026 bringt ihr Institut „Best Lover RESET“ auf den Markt, ein dreimonatiges Programm mit KI-Coach für Männer, die aus belastendem Pornokonsum aussteigen wollen. Ein Gespräch über das Belohnungssystem im Gehirn, wie Pornokonsum sexuelle Probleme verursachen kann und wie Pornos eine befriedigende Paarsexualität verhindern können.

Frau Roidinger, die Männer, die zu Ihnen kommen, haben Erektions­probleme, kommen zu früh, haben Orgasmus­hemmung oder leiden unter Lustlosigkeit. Warum reden Sie mit ihnen so viel über Pornos?

Aus unserer Erfahrung mit über 5.000 Klienten schätze ich, dass der Konsum bei rund 95 Prozent eine Rolle für das Problem spielt, mit dem sie kommen. Unsere erste Empfehlung lautet deshalb fast immer: die Pornos für eine Zeit, am besten für immer, wegzulassen. Bei vielen verändert allein das schon erstaunlich viel.

Die meisten Männer schauen Pornos, und längst nicht alle haben Probleme. Übertreiben Sie da nicht?

Entscheidend ist, welche Rolle der Porno im Leben eines Mannes spielt. Wenn er gelegentlich einen schaut und genauso gut ohne Pornos in Erregung kommen kann, ist das kein Problem. Schwierig wird es, wenn der Bildschirm zur wichtigsten oder einzigen Erregungsquelle geworden ist und der Mann merkt, dass er nicht mehr aufhören kann, obwohl er es möchte.

Wo liegt die Grenze zwischen Gewohnheit und Zwang?

Die Menge allein sagt wenig. Die Weltgesundheitsorganisation führt zwanghaftes Sexualverhalten seit 2022 im ICD-11 als eigene Diagnose. Gemeint ist ein Muster, bei dem jemand über längere Zeit die Kontrolle über sexuelle Impulse verliert. Er macht weiter, obwohl es ihm schadet und er darunter leidet. Viele meiner Klienten nennen das selbst Pornosucht. Fachlich ist es keine Sucht im engen Sinn, aber das Gefühl dahinter ist sehr real: Man nimmt sich etwas vor und landet trotzdem wieder vor dem Bildschirm und fühlt sich danach schlecht.

Wann kommen Jungen heute zum ersten Mal mit Pornografie in Berührung?

Viel früher, als die meisten Eltern glauben. Eine repräsentative Befragung der Landesanstalt für Medien NRW aus dem Jahr 2025 zeigt, dass fast die Hälfte der 11- bis 17-Jährigen in Deutschland schon Pornos gesehen hat, mehr als die Hälfte davon vor dem 14. Geburtstag. Ein Mann in den Fünfzigern hatte als Jugendlicher vielleicht ein Heftchen unter der Matratze. Ein Junge von heute hat Millionen Filme in der Hosentasche, und zwar lange bevor er zum ersten Mal Händchen gehalten hat.

Was lernt ein Zwölfjähriger aus diesen Filmen?

Ein Drehbuch, das mit Sex zwischen zwei Menschen wenig zu tun hat. Für viele ist es das wichtigste und oft einzige Drehbuch, das sie haben. Im Porno wird kaum geküsst, oft sieht man nicht einmal ein Gesicht, nur Körperteile und Genitalien in Großaufnahme. Frauen sind in Sekunden bereit für alles, Männer haben eine Dauererektion und einen großen Penis. Weil eigene Erfahrungen noch fehlen, gibt es kein Gegengewicht. Bei mir sitzen heute Zwanzigjährige, die Würgen oder Gangbangs für normalen Sex halten, weil sie nie etwas anderes gesehen haben.

Und wie wirkt sich das körperlich aus?

Die meisten Männer haben beim Masturbieren vor dem Bildschirm einen ganz bestimmten Ablauf eingeübt: fester Griff, schnelles Tempo, angespannter Körper, angehaltener Atem. Die Aufmerksamkeit klebt am Bild. Das funktioniert über Jahre zuverlässig. Beim Sex mit einer Partnerin fehlt dann plötzlich alles, woran sich der Körper gewöhnt hat. Keine Vagina, auch kein Anus umschließt den Penis so fest wie eine Hand. Es gibt keinen ständig wechselnden Bildreiz, und der Körper meldet: interessant, aber nicht erregend genug. Dann lässt die Erektion nach, der Orgasmus kommt nicht, oder er kommt viel zu schnell, weil der Mann nie gelernt hat, seine Erregung zu spüren und zu steuern.

Oft ist von Dopamin die Rede, wenn es um Pornos geht. Was passiert da im Gehirn?

Dopamin ist ein Botenstoff des Belohnungssystems. Er treibt uns vor allem zum Suchen an. Die Forschung unterscheidet zwischen Wollen und Mögen, und Dopamin gehört zum Wollen. Deshalb ist bei vielen Männern das Suchen spannender als der Film selbst: der nächste Clip, der nächste Titel, vielleicht kommt ja noch etwas Besseres. Das kennt jeder von Instagram oder TikTok. Beim Porno kommt ein zweiter Mechanismus dazu, denn sexuelles Interesse steigt bei Säugetieren stark an, wenn ein neuer Reiz auftaucht. In der Biologie heißt das Coolidge-Effekt. Ein echter Mensch bleibt derselbe Mensch, der Porno liefert Neuheit im Sekundentakt.

Mit welchen Folgen?

Das Belohnungssystem gewöhnt sich an diese Dosis. Was vor zwei Jahren erregend war, wirkt heute fad. Viele Männer erzählen mir, dass sie bei immer extremeren Inhalten gelandet sind, die sie früher abgestoßen hätten. Gleichzeitig verliert der reale Reiz an Kraft. Der Körper einer Partnerin, ein Blick, eine Berührung, all das kommt gegen den Bildschirm schwer an, wenn das Gehirn jahrelang auf Maximalreize trainiert wurde.

Verändern Pornos das Gehirn also dauerhaft?

Jedes Mal, wenn wir etwas lernen, verändert sich das Gehirn, das gilt fürs Klavierspielen genauso wie für Pornos. Was ich in der Praxis sehe, ist allerdings sehr eindeutig: Gewöhnung, Steigerung und ein Körper, der auf menschliche Nähe schwächer reagiert. Die gute Nachricht: Was gelernt wurde, lässt sich auch neu lernen. Das Gehirn ist neuroplastisch und bleibt bis ins hohe Alter formbar.

Was macht dauerhafter Pornokonsum mit Beziehungen?

Mehr, als die meisten Paare wahrhaben wollen. Ein Klient hat es mir so beschrieben: „Ich kann nur noch mit ihr schlafen, wenn ich die Augen schließe und mir Szenen aus dem Porno vorstelle.“ Er war körperlich bei seiner Frau und mit dem Kopf woanders. Partnerinnen spüren das, oft unbewusst. Sie fühlen sich nicht gemeint, vergleichen sich womöglich mit Darstellerinnen und fragen sich, ob sie nicht genug sind. Dazu kommt die Heimlichkeit. Viele Männer schauen spät nachts, löschen den Verlauf und lügen, wenn sie gefragt werden. Diese Geheimnisse sind oft verletzender als der Konsum selbst.

Sie sagen, das Problem reicht über das Schlafzimmer hinaus.

Ja, weil der Porno für viele Männer eine Aufgabe erledigt, die eigentlich in die Beziehung gehört. Er beruhigt nach einem stressigen Tag, er vertreibt Langeweile und Einsamkeit, er hilft beim Einschlafen und lenkt von Gefühlen ab, die man lieber nicht fühlt. Das ist nachvollziehbar, und ich mache niemandem einen Vorwurf daraus. Aber wer sich jeden Abend allein am Bildschirm reguliert, redet weniger mit seiner Partnerin, sucht weniger Nähe und verlernt, Spannung auszuhalten. Irgendwann wird die gemeinsame Sexualität immer weniger. Dazu kommt noch, dass die meisten nicht gelernt haben, darüber zu sprechen.

Betrifft das Thema nur Männer?

Der Schwerpunkt liegt klar bei Männern, aber auch junge Frauen wachsen mit diesem Drehbuch auf. Sie lernen, wie eine begehrenswerte Frau im Bett zu sein hat: laut, immer bereit, für alles offen. Viele kennen ihre eigene Lust kaum und spielen vor, was sie im Porno gesehen haben. Sie täuschen Erregung oder einen Orgasmus vor, lassen Praktiken zu, die ihnen weh tun, und glauben, das gehöre dazu. In der Beratung höre ich das von jungen Frauen immer öfter.

Beobachten Sie, dass sich bei den Männern etwas verändert?

Auf jeden Fall. Vor einigen Jahren musste ich das Thema Porno meist selbst ansprechen. Heute sagen viele Männer schon im ersten Gespräch: Ich glaube, es hat mit meinem Pornokonsum zu tun. Sie sind jünger als früher, manche Mitte zwanzig, und sie haben online viel darüber gelesen. Oft schickt sie auch die Partnerin. Die Nachfrage nach Unterstützung ist in den letzten Jahren stark gestiegen, und das hat uns auch bestärkt und motiviert, RESET zu entwickeln.

Warum hören Männer nicht einfach auf, wenn sie das erkennen?

Die meisten haben es längst versucht, oft zehnmal und öfter. Am Willen liegt es selten. Der Impuls kommt nicht in der Beratungsstunde um zehn Uhr vormittags, er kommt um halb zwölf in der Nacht, wenn der Mann allein ist, müde, vielleicht frustriert, und das Handy liegt neben ihm. Genau dann ist niemand da. Und nach einem Rückfall kommt die Scham, die ihn noch einsamer macht und den nächsten Rückfall wahrscheinlicher.

Ist RESET nur für Männer gedacht, die zwanghaft konsumieren?

Nein. Es ist genauso für Männer, die einfach merken: Das tut mir nicht gut, es beeinflusst mich, meine Lust und meine Beziehung. Dafür muss niemand eine Diagnose haben. Im Kern geht es bei RESET um sexuelle Kompetenz. Ein Mann lernt, woher seine Erregung kommt, wie er sie im Körper spürt und steuert und wie er mit einer Partnerin darüber spricht, was ihm gefällt. Das Weglassen der Pornos ist der Anfang. Das eigentliche Ziel ist eine Sexualität, die ihn erfüllt.

Wie funktioniert RESET konkret?

Das Programm dauert drei Monate. Es gibt Videolektionen, die ich selbst aufgenommen habe, viele praktische Übungen und einen KI-Coach, den wir KI Bea nennen. Er begleitet den Mann über den Messenger Telegram am Smartphone. Es braucht keine eigene App dazu. Das Programm lässt sich anonym nutzen. KI Bea meldet sich von sich aus, fragt nach, hilft beim Reflektieren, schickt passende Übungen und ist rund um die Uhr erreichbar. Dahinter steckt das Wissen unseres ganzen Teams aus Sexologie, Psychologie, Paarberatung, Neurophysiologie und Verhaltenstherapie, mit dem wir die KI über Monate trainiert haben. Die Männer, die zu uns kommen, haben meist schon mehrmals erfolglos versucht aufzuhören. Wir haben ein Programm entwickelt, das zuverlässig hilft, ein neues Verhalten zu etablieren.

Was passiert, wenn ein Mann um Mitternacht merkt, dass der Impuls kommt?

Dann tippt er auf einen Button oder schreibt einfach „Impuls“, und KI Bea schaltet in einen eigenen Modus für genau diesen Moment. Sie fragt nur zwei Dinge: Wie stark ist es auf einer Skala von null bis zehn, und wo spürst du es im Körper? Danach leitet sie eine kurze Technik an, in kleinen Nachrichten, eine nach der anderen, und wartet jeweils auf seine Rückmeldung. Das kann eine Körpertechnik wie Self-Spotting sein. Manchmal sind es auch vier einfache Schritte oder eine Aktivität von seiner persönlichen Liste. KI Bea merkt sich, was bei ihm am besten wirkt, und schlägt beim nächsten Mal genau das vor. Nach fünf bis zehn Minuten fragt sie noch einmal nach, wie stark der Impuls jetzt ist, und hält fest, wann er kam und was ihn ausgelöst hat.

Besteht nicht die Gefahr, dass der Chat mit der KI selbst zum neuen Reiz wird?

Diese Gefahr haben wir sehr ernst genommen. Wenn das Gespräch um Mitternacht selbst zur Belohnung wird, verschiebt sich das Muster nur vom einen Bildschirm auf den anderen. Deshalb ist der Impuls-Modus bewusst knapp gehalten. KI Bea führt den Mann in den Körper und aus dem Handy heraus, und am Ende steht eine klare Handlung, etwa: Leg das Handy jetzt in den anderen Raum, ich frage dich morgen um acht, wie es ausgegangen ist. Am nächsten Morgen meldet sie sich dann tatsächlich. Erst dann, mit klarem Kopf, geht es um die Frage, welches Bedürfnis hinter dem Impuls steckte.

Und wenn es trotzdem passiert?

Dann ist KI Bea genauso da wie vorher, ohne Vorwurf und ohne erhobenen Zeigefinger. Rückfälle gehören zu jeder Verhaltensänderung. Wir schauen uns an, was vorher los war. Jeder Impuls landet automatisch in einem Trigger-Tagebuch, und nach einigen Wochen erkennt der Mann Muster, die ihm vorher nicht bewusst waren: der Sonntagabend, der Streit mit dem Chef, die Nächte, in denen seine Partnerin verreist ist. So wird jeder schwierige Moment zugleich zur Übung und zu einem Baustein für sein persönliches Frühwarnsystem.

Worin unterscheidet sich RESET von den vielen Selbstlernkursen oder einem klassischen Coaching?

Ein Videokurs erklärt, wie Veränderung funktioniert. Aber im entscheidenden Moment sitzt der Mann trotzdem allein mit seinem Handy da. Die meisten Selbstlernkurse werden gekauft, angefangen und irgendwann liegen gelassen. Ein menschlicher Coach wiederum antwortet nicht um drei Uhr früh, und genau dann wird es oft schwierig. KI Bea ist in diesem Moment da, sie kennt seine Geschichte, seine Auslöser und das, was ihm schon geholfen hat. Sie wartet auch nicht, bis er sich meldet, sondern fragt von selbst nach, wenn er ein paar Tage still ist.

Kann eine KI leisten, was eine Therapeutin leistet?

Sie ersetzt keine Therapie. Das behaupten wir auch nicht. Ein Mann mit einer schweren psychischen Krise braucht einen Menschen, und dorthin verweisen wir auch. KI Bea ist darauf trainiert, zu erkennen, wenn in einem Impuls-Moment etwas anderes hochkommt, Angst etwa oder alte, belastende Erinnerungen. Dann hört sie auf zu üben und hilft nur noch, ruhig zu werden. Am nächsten Morgen empfiehlt sie das Gespräch mit einer psychologischen Beraterin aus unserem Team. Die meisten Männer, die zu uns kommen, sind aber keine Patienten. Es sind ganz normale Männer, die aus Gewohnheit in eine Schleife geraten sind. Für sie ist entscheidend, dass jemand im richtigen Moment da ist, und das kann eine gut trainierte KI besser als jede Praxis mit fixen, aber eingeschränkten Terminen. Die KI Bea ist rund um die Uhr verfügbar.

Online gibt es große Communities, die komplett auf Pornos und Masturbation verzichten. Ist RESET eine Variante davon?

Nein, und da ist mir die Abgrenzung wichtig. Diese Bewegungen, wie z. B. NoFap, arbeiten viel mit Verzicht, Durchhalteparolen und dem Zählen von Tagen. Masturbation ist bei uns ausdrücklich erlaubt und sogar Teil des Trainings, nur eben ohne Bildschirm. Männer sollen wieder lernen, Erregung im eigenen Körper zu spüren, ein Kribbeln, eine Wärme, einen Gedanken, der sie erregt. Wer nur verzichtet, hat noch nichts Neues gelernt.

Warum ausgerechnet drei Monate?

Weil ein Verhalten, das über Jahre eingeübt wurde, Zeit braucht, bis neue Gewohnheiten es verlässlich ersetzen. Eine viel zitierte Studie des University College London hat gezeigt, dass es im Schnitt rund 66 Tage dauert, bis ein neues Verhalten automatisch abläuft, bei manchen Menschen deutlich länger. Dazu kommt die Motivation. Am Anfang treibt die meisten Männer der Wunsch weg vom Alten: Scham, Frust, Unbefriedigtheit sind die häufigsten Gefühle. Diese Energie verblasst nach einigen Wochen. Deshalb arbeiten wir früh daran, wohin ein Mann eigentlich will, etwa mehr Nähe zu seiner Frau oder wieder Lust auf echten Sex. Und viele wollen eben ihre sexuellen Probleme lösen. In der Mitte des Programms stellen wir ihm dieselben Fragen wie am Anfang, damit er schwarz auf weiß sieht, was sich verändert hat.

Was gewinnt ein Mann, wenn er durchhält?

Bei den meisten verändert sich zuerst der Körper. Das Spüren von Erregung wird feiner und differenzierter, die Erektion stabiler, der Orgasmus lässt sich besser steuern. Oft lösen sich damit die Probleme, wegen denen sie ursprünglich gekommen sind. Dann merken viele, wie viel Zeit sie plötzlich haben und wie viel präsenter sie im Alltag sind. Und schließlich verändert sich der Sex, weil er sich wieder einlassen und hingeben kann. Am Ende wartet nichts Geringeres als eine schönere und befriedigendere Sexualität.

Warum sind Sie überzeugt, dass RESET funktioniert?

Weil es auf zwei Dingen aufbaut, die sich bewährt haben. Die Inhalte stammen aus unserem Kurs „Raus aus der Pornofalle“, mit dem wir seit Jahren arbeiten und der jetzt vollständig überarbeitet wurde. Und die Begleitung durch KI haben wir mit „Best Lover CONTROL“ erprobt, unserem Programm gegen vorzeitigen Samen­erguss, das im Mai 2026 gestartet ist. Mehr als 500 Männer sind seither erfolgreich durchgegangen. Wir haben dabei gesehen, dass Männer mit einer KI oft offener sprechen als mit einem Menschen, weil die Scham kleiner ist.

Was können Partnerinnen tun?

Das Thema ansprechen, ohne zu verurteilen. Viele Frauen nehmen den Pornokonsum ihres Partners persönlich, dabei hat er meistens wenig mit ihnen zu tun und viel damit, wie der Mann gelernt hat, mit Stress und Gefühlen umzugehen. Ein ehrliches Gespräch über das, was beide vermissen, ist oft der erste Schritt. Den Weg aus der Gewohnheit muss der Mann allerdings selbst gehen, das kann ihm die Partnerin nicht abnehmen.

Was raten Sie Männern, die sich in diesem Gespräch wiedererkennen?

Sich nicht zu schämen und nicht länger zu warten. Wer merkt, dass der Porno ihm mehr nimmt als gibt, hat schon den wichtigsten Schritt getan. Aufhören ist keine Frage der Charakterstärke, man kann es lernen, und niemand muss das allein schaffen. Wer RESET von Anfang an nutzen will, kann sich unter www.best-lover.de/reset auf die Warteliste setzen.