Tipps für Analsex: Was sollte man beachten?

Analsex ist für viele Männer reizvoll. In Pornos allgegenwärtig, in der Realität aber oft mit Unsicherheit verbunden. Denn was im Film mühelos aussieht, funktioniert in echten sexuellen Begegnungen oft weniger gut. Richtig vorbereitet, kann Analsex sehr intensiv, innig und erfüllend sein - für beide. In diesem Beitrag erfährst du, was du als Mann wissen solltest, wenn du Analsex praktizieren willst: worauf es ankommt, was schieflaufen kann und wie du es besser machst.

Kategorien: Sexuelle Techniken
Veröffentlicht am: 27. August 2025
Tipps für Analsex
Tipps für Analsex 2

Analsex kann aufregend und verbindend sein – wenn einige entscheidende Dinge nicht außer Acht gelassen werden.

Warum ist Analsex für Männer so reizvoll?

Für viele Männer hat Analsex einen besonderen Reiz: Das engere Gefühl beim Eindringen oder die Spannung des “Verbotenen” – ein Kick, der die Erregung steigern kann. Hinzu kommt der Aspekt, dass keine Schwangerschaft möglich ist, was manche Männer als befreiend empfinden.

💡 Hinweis: In diesem Beitrag geht es überwiegend um penetrativen Analsex bei der der Mann in den Anus der Frau eindringt. Der Begriff “Analsex” umfasst aber auch andere Formen, wie die Stimulation mit den Fingern oder dem Mund (Anilingus). Diese Varianten können für viele Paare ebenfalls sehr lustvoll sein. Oft als sanfter Einstieg zur Penetration mit dem Penis.

Warum scheitert Analsex in der Realität so oft?

Fehlendes Wissen, Geduld und Feingefühl

Trotz aller Fantasien bleibt Analsex für viele Paare am Ende eine einmalige oder ernüchternde Erfahrung. Häufig fehlt es an Wissen, Geduld und Feingefühl. Manche Männer sind zu ungestüm oder unsicher, während viele Frauen von ersten Erlebnissen berichten, die eher unangenehm oder sogar schmerzhaft waren. Die Folge: Der Wunsch nach einer Wiederholung bleibt aus – das Thema verschwindet schnell wieder aus dem Schlafzimmer.

Tipps für Analsex Konsens
Schmerzen nach dem Analsex ist einer der Hauptgründe, warum viele Frauen ihn lieber vermeiden - doch das muss nicht sein.

Pornos vermitteln ein falsches Bild

Ein weiterer Grund für falsche Vorstellungen: Pornos. Sie zeichnen oft ein völlig verzerrtes Bild von Analsex. Im Porno wirkt er spontan, schmerzfrei und mühelos – doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Hinter den Kulissen werden Szenen vorbereitet: mit Reinigung, Dehnung, Betäubungssprays, speziellen Gleitgelen oder sogar Injektionen. Was am Bildschirm so leicht aussieht, ist das Ergebnis von Planung, Technik und Wiederholungen – und hat mit echtem, partnerschaftlichem Analsex wenig zu tun.

In der Realität sind vor allem drei Dinge entscheidend: gründliche Vorbereitung, gegenseitige Achtsamkeit und offene Kommunikation.

Können Frauen beim Analsex wirklich kommen?

Der Bereich rund um den After ist bei Frauen hochsensibel. Dort verlaufen viele Nerven, die auf Druck und Berührung reagieren. Manche Frauen erleben allein durch anale Stimulation einen Orgasmus – andere vor allem dann, wenn gleichzeitig Klitoris oder andere erogene Zonen berührt werden.

Tipp

Wichtig:

Nicht jede Frau empfindet Analsex als angenehm – und nicht jede, die ihn mag, kommt dabei.

Fakten aus einer aktuellen Studie (2025)

34 % der Frauen gaben an, bereits Analverkehr gehabt zu haben

34 % der Frauen gaben an, bereits Analverkehr gehabt zu haben

19 % der Frauen erreichen dabei einen Orgasmus allein durch Analsex

19 % der Frauen erreichen dabei einen Orgasmus allein durch Analsex

Besonders lustvoll empfanden viele Frauen die vordere Region des Rektums (anterior)

Mehr Tipps darüber, was sich Frauen im Bett wünschen, findest du in diesem Blogbeitrag.

Was du beim Analsex beachten musst

Analsex ist eine besonders intime Form der Sexualität – körperlich wie emotional. Damit es für euch beide lustvoll, sicher und verbindend wird, sind folgende Dinge entscheidend:

Konsens ist die Basis für guten Analsex, das heißt echtes gegenseitiges Einverständnis. Beide müssen wirklich wollen – ohne Druck und ohne Überreden. Sprecht vorher offen über Wünsche, Fantasien, Unsicherheiten und Grenzen. Ihr könnt auch Stop- oder Safeword festlegen. So kann jederzeit klar signalisiert werden, wenn eine Grenze erreicht ist, ohne lange Erklärungen.

Achte beim Sex auch auf ihre Körpersprache: Verkrampft sie sich? Zieht sie sich zurück? Dann: sofort langsamer werden oder aufhören. Und: Redet auch danach. Frag sie, wie sie es erlebt hat und was sie sich fürs nächste Mal wünscht.

Wenn du Analsex “gut machen” willst, verkrampfst du leicht. Geh ohne Leistungsdruck ran. Sei präsent, einfühlsam, geduldig. Echte Präsenz wirkt viel mehr als Performance.

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Gefahren beim Analsex: Verletzungs- und Infektionsrisiken

Risse und Mikroverletzungen

Der Analkanal ist empfindlich. Ohne Gleitmittel oder bei zu schnellem Eindringen kann es schnell zu kleinen Rissen kommen. Das tut weh und erhöht das Infektionsrisiko.

Anfälligkeit für sexuell übertragbare Infektionen (STIs)

Beim Analverkehr können sich HIV, HPV, Chlamydien und andere Erreger leichter übertragen als beim Vaginalverkehr.

Deshalb gilt:

  • Benutze immer ein Kondom! Selbst in festen Beziehungen.

  • Wechsle das Kondom, wenn du vom After zur Vagina wechselst

Saubere Sache: Hygiene beim Analsex

Vor dem Analsex

  • Ein Toilettengang reicht in den meisten Fällen aus

  • Wer auf Nummer sicher gehen will, kann eine Analspülung mit lauwarmem Wasser machen

Analdusche
Wer vor dem Analsex eine Analdusche oder ein Klistier benutzt, sorgt für ein frisches, sauberes Körpergefühl.
  • Keine aggressiven Seifen und kein starker Druck!

Nach dem Analsex

  • Hände, Toys und Penis gründlich reinigen

So bereitest du Analsex richtig vor

Entspannung ist das A und O

Der Anus ist von zwei Schließmuskeln umgeben – einem äußeren, den wir bewusst steuern, und einen inneren, der reflexartig funktioniert. Beide sind normalerweise angespannt. Deshalb ist es wichtig, eine Atmosphäre der Ruhe und Entspannung zu schaffen.

Hilfreich sind:

  • ein warmes Bad oder eine Dusche

  • kein Zeitdruck

  • eine liebevolle Massage

  • zärtliches Vorspiel mit Fokus auf ihr Wohlgefühl

  • eine vertrauensvolle Atmosphäre

Schrittweises Herantasten

Beginne nicht sofort mit dem Penis. Nähere dich langsam, indem du zum Beispiel erstmal einen (sauberen!) Finger in den Anus einführst.

Wichtig:

  • kurze, saubere Nägel

  • viel Gleitgel

  • achtsames Vorgehen

Wenn sie sich wohlfühlt, kannst du später zwei Finger oder ein kleines Anal-Toy verwenden.

Wichtig: Verwende nur Toys, die speziell für den Analbereich gemacht sind. Sie brauchen einen Stopper oder einen Rückholring – damit nichts im Körper verschwindet. Der innere Schließmuskel kann sich nach dem Einführen reflexartig wieder zusammenziehen und das Toy tiefer hineinziehen, sodass es ohne Stopper schwer oder gar nicht mehr zu greifen ist.

Tipps für Analsex - Toys
Toys dürfen nur in den Anus eingeführt werden, wenn sie einen Stopper oder Rückholring haben.

Gleitgel ist Pflicht

Der Anus produziert keine eigene Feuchtigkeit. Deshalb ist Gleitgel beim Analsex unverzichtbar – besser zu viel als zu wenig

Es gibt Wasser- oder silikonbasiertes Gleitgel. Wenn du ein Kondom benutzt: verwende kein ölhaltiges Gleitgel! Das macht Latex porös und das Kondom kaputt.

Der richtige Moment fürs Eindringen

Zu langes, zögerliches Einführen kann den Schließmuskel eher verspannen als entspannen. Was oft besser funktioniert: Eine ruhige, aber klare, bestimmte Bewegung. Das besprecht ihr am Besten vorher, denn es könnte ganz kurz unangenehm sein. Ist der Penis aber einmal eingedrungen, dann hört das unangenehme Gefühl meistens auf.

Wichtig: Sobald du eingedrungen bist, bleibe in dieser Position. Wenn du bei jeder Bewegung komplett heraus gleitest und wieder eindringst, muss der Schließmuskel sich immer wieder neu öffnen. Das fühlt sich für die meisten Frauen unangenehm an. Wenn sie sanft mitpresst, kann sich der Muskel leichter öffnen. Das hilft beim Eindringen.

Tipp

Tipp:

Idealerweise ist sie bereits erregt – dann ist ihr Beckenboden weicher, und der Zugang fällt leichter.

Welche Stellung ist für Analsex geeignet?

Für den Einstieg wählt eine Stellung, bei der sie die Kontrolle hat:

  • Reiterstellung: Ideal, weil sie selbst bestimmen kann, wie tief und wie schnell das Eindringen erfolgt.

  • Löffelchen oder Missionar mit Kissen unter dem Po: Intim, langsam, gut steuerbar

  • Doggy-Style: intensiv, eher etwas für erfahrene Paare

Zusätzliche Stimulation: Was es für sie noch schöner macht

Viele Frauen empfinden Analsex nur dann als wirklich lustvoll, wenn gleichzeitig andere erogene Zonen stimuliert werden – vor allem die Klitoris oder Brustwarzen. Die Kombination aus analer Stimulation und äußerer Berührung kann sehr intensiv sein. Frag sie, was sich für sie gut anfühlt.

Fazit: Analsex kann erfüllend sein – wenn du weißt, was du tust

Damit Analsex für beide lustvoll wird, braucht es mehr als nur die richtige Technik: ein klares Ja, Geduld, Entspannung, Hygiene und einen respektvollen Umgang ohne Druck. Wer all das berücksichtigt, kann Analsex als eine intensive, erregende und verbindende Erfahrung erleben.

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Die Beratungsgespräche waren einfühlsam und professionell geführt – die große Erfahrung war deutlich spürbar.

Man wird ermutigt, die eigene innere Schutzschale zu öffnen und sich auf neue Ziele einzulassen.
Das Reden über Sexualität fällt leichter, und man beginnt, sich selbst ein Stück besser zu verstehen.

30.07.2025, Thomas S.

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