Psychische Erektionsstörung – Wenn mentale Gründe die Ursache sind

Erektionsstörungen können psychische Gründe haben. In diesem Beitrag zeige ich dir auf, wie Gedanken und deine Haltung gegenüber deiner Männlichkeit und ein gesunder Selbstwert sich positiv auf deine Erektionsfähigkeit auswirken.

Kategorien: Erektionsprobleme
Veröffentlicht am: 6. März 2024
Psychische Erektionsstörung, Psychische Gründe für Erektionsstörung

Psychische Erektionsstörungen treten häufig auf

Eine Erektion ist ein komplexer psychischer und körperlicher Vorgang und dadurch sehr störanfällig. Psychische Faktoren wie Depression, Angststörungen, Stress oder belastende Lebensereignisse können zu Erektionsstörungen führen oder diese verstärken. Auch Leistungsdruck oder Beziehungsprobleme können eine Rolle spielen. Fast jeder Mann erlebt in seinem Leben Erektionsschwierigkeiten. Das ist nichts Außergewöhnliches. Es ist eher außergewöhnlich, wenn ein Mann dies noch nie erlebt hat.

Was du tun kannst, um die Kontrolle über deine Erektion zu gewinnen, möchte ich dir in diesem Artikel genauer erklären.

Symptome einer mentalen Erektionsstörung

Du hast als Mann das Gefühl nicht mehr zu genügen

Deine Erektionsfähigkeit hängt sehr eng damit zusammen, wie sicher und verbunden du dich mit deiner Männlichkeit und deinem Penis fühlst. Männer, die Bestätigung von Frauen brauchen, um sich gut zu fühlen und von ihnen Lob und Anerkennung wollen, schenken ihrem Penis wenig Aufmerksamkeit. Für sie bedeutet Sex Bindung, Intimität und Liebesgefühle. Eine Erektion ist dementsprechend abhängig, ob der Kontakt mit der Partnerin sich gut anfühlt. Sobald es hier zu einer Irritation kommt, hast du als Mann das Gefühl nicht mehr zu genügen und verlierst die Erektion.

Sex bedeutet performen und funktionieren

Im Gegensatz dazu gibt es Männer, die nicht von der Anerkennung der Partnerin abhängig sind. Kommunikation und ein ausgedehntes Liebesspiel in dem der ganze Körper mit einbezogen wird, bringen sie in Stress. Penetration ist gleichbedeutend mit anpacken und eindringen. Wenn dieses Gefühl der Kontrolle verloren geht, dann steigt die Angst um die Erektion. Kennst du diese Situation? Dann geht es bei dir beim Sex ums Funktionieren und nicht ums Spüren und Erleben. Du bist abhängig von deiner körperlichen Verfassung und Leistungsfähigkeit. Die Situation muss dann perfekt sein, sonst kommt deine Erektion ins Schwanken oder verschwindet sogar ganz. Wenn du so tickst, dann hast du nicht gelernt, Lust außerhalb der Penetration zu genießen.

Sorge und Druck führen häufig zu einer psychischen Erektionsstörung

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Sorge, alles so zu machen, dass es der Partnerin gefällt und der selbst auferlegter Druck, eine richtig gute Performance hinzulegen, häufige psychische Gründe für Erektionsstörungen sind. Wenn du diese Situationen und diese Gefühle kennst, dann kannst du etwas dagegen tun. Auch wenn es dir vielleicht im ersten Moment unangenehm ist, dich damit auseinander zu setzen. Wo Angst ist, ist auch ein Lösungsweg. Wenn du daran arbeitest, dann kann deine Erektion wieder dein verlässlicher Begleiter werden.

Leistungsdruck beim Sex verursacht mentale Blockaden

Hast du einmal die Erfahrung gemacht, dass deine Erektion unkontrolliert verloren geht, zieht das die Aufmerksamkeit magisch an. Beim nächsten Mal überprüfst du ständig: Wie hart ist der Penis dieses Mal? Ein mulmiges Gefühl ist da – wird es dieses Mal klappen? Das erzeugt Stress und Angst gleichzeitig.

Im Körper laufen zwei Prozesse gleichzeitig ab: Gas und Bremse. Die Erregung und die Lust auf Sex funktionieren als Gaspedal für die Erektion. Die Sorge, ob es klappt und die Angst vor dem Versagen bilden eine mentale Blockade im Kopf. Das bringt den Körper dazu, in Anspannung zu gehen. Du merkst, worauf ich hinaus will. Für deine Erektion ist es entscheiden, ob du eine Balance zwischen dem Gas und der Bremse findest, damit sie schlussendlich stabil ist oder nicht.

Lösungsansätze: Entspannen und Loslassen bei psychisch bedingten Erektionsstörungen

Die meisten Männer haben gelernt bei Stress mit noch mehr Druck zu reagieren. Wenn du das auch in Bezug auf deine Erektion machst, dann ist das genau das Gegenteil von dem, das hilft. Denn eine Erektion beginnt paradoxerweise mit dem Befehl: Loslassen.

Loslassen bedeutet muskuläre Entspannung. Dann sinkt deine Herzfrequenz und die Atmung wird wieder tief und langsam. Der gesamte Körper befindet sich dann im Entspannungsmodus. Dann hat dein Penis auch wieder die Chance hart zu werden,  denn erst dann kann wieder Blut in ihn fließen. Dieser große Leistungsdruck, überdurchschnittlich gut zu performen führt dich also in eine Angstspirale, die die Situation, aus der du eigentlich heraus willst, immer mehr verschärft.

Was kannst du gegen psychisch bedingte Erektionsstörungen tun?

Erektionsstörungen treten also viel häufiger auf, als du denkst. Falls du davon betroffen bist, dann bist du nicht alleine mit dieser Situation. Diese Schwierigkeiten können unterschiedliche Ursachen haben, bei allen Männern lösen sie aber Unsicherheiten und im schlimmsten Fall einen Teufelskreis aus, aus dem sie alleine nicht mehr herauskommen. Es gibt körperliche und mentale Techniken, die dir helfen, eine stabile Erektion zu halten. Auf diese Techniken werde ich einem der anderen Blogbeiträge eingehen. Für jetzt war es mir einmal wichtig, dass du verstehst, wie deine Gedanken und deine Einstellung zu Sex deine Erektionsfähigkeit beeinflussen.

Wenn du beim Lesen des Beitrages gemerkt hast, dass du dir noch wenige Gedanken über dich als Mann und dich als Liebhaber gemacht hast, dann kannst du dich auch gerne auf der Website für ein Beratungsgespräch eintragen. Wir finden individuelle Lösungen für deine Themen, damit psychisch bedingte Erektionsstörungen endlich der Vergangenheit angehören.

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